2001 Eingangsbereich des Städtischen Klinikums in Königstein/Taunus
In den abstrakten Wandkompositionen für den Eingangsbereich, der gleichzeitig der Wartebereich für die Dysplasie-Patient*innen ist, beleben feine Farbnuancen in Kalt-Warm-Kontrasten die Fläche. Durch die Harmonien der Farbe erhält die Fläche Tiefe, der materielle, vielschichtige Farbauftrag schafft überdies optische Anreize, die das Auge dazu einladen die Wand abzutasten, zu verweilen, den Blick weiter wandern zu lassen.
Die luftigen Lasuren und die im Zentrum der Kompositionen durchblitzenden weißen bzw. lichten Öffnungen wirken dem Eindruck von räumlicher Enge gezielt entgegen. Psychische Enge kann sich – analog dazu – über die psychologische Wirkung der Farbe möglicherweise ebenfalls auflösen.[1]
Der Raum wird zu beiden Seiten von je 300 x 800 cm messenden Malereien flankiert, die Renate Reifert für diesen Ort entworfen hat.
[1] Vgl. Renate Reifert: Vortrag anlässlich der Farbentagung an der Universität Mannheim, Oktober 2003.


